D a s  g o l d e n e  v l i e s

"Der Hund liegt schon wieder auf dem goldenen Vlies". Eine goldgelbe Wolldecke bekommt eine völlig neue Bedeutung, eine mythologische Überhöhung.

 

Wir begeben uns auf die Suche nach den Banalitäten des Alltags. Mit feinsinnigem Humor und oft anarchistischem Witz werden Dinge aus dem persönlichen Umfeld aus ihrer eigentlichen Funktionalität herausgerissen und mit den Bildern ganz neue, surreal wirkende Zusammenhänge kreiert. 

 

Es entstehen Bildergeschichten, die keiner narrativen Logik folgen, aber dennoch viel zu tun haben mit dem, was uns allen täglich begegnet. Wir sind überflutet von medialen Bildern, die uns permanent vorgeben, was wichtig und bedeutend ist. Die Banalitäten des Alltäglichen werden da zum letzten Tabu, weil sie kein Thema darstellen, mit dem wir uns normalerweise beschäftigen wollen. Aber gerade in ihnen werden die Wertvorstellungen im gesellschaftlichen Zusammenleben mit all ihren Paradoxien sichtbar. 

 

"Es geht darum, auf die Bilder zu hören, ihren eigenen Rhythmus zu spüren, um letztlich einen Wahrnehmungsraum zu kreieren, dem die Betrachter*innen vertrauen, ohne das Bedürfnis einer Erklärung zu haben."

 

(aus dem Text von Wolfgang Zurborn im Textteil zum gleichnamigen Buch)